Jahresbericht 2022 der Programmevaluation zum Thema Stärkung der Anerkennung und Autonomie der Lehrkräftebildung

10. Januar 2023

Die Jahresberichte der Programmevaluation der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ greifen ausgewählte Themen auf, um relevante Erkenntnisse noch während der Laufzeit des Förderprogramms aufzubereiten. Im Bericht 2022 werden Handlungsansätze herausgearbeitet, die als maßgeblich für die Erhöhung der Anerkennung und Autonomie der Lehrkräftebildung an Hochschulen und in der wissenschaftlichen Community eingeschätzt werden. 

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Dr. Anja Durdel

Dr. Anja Durdel

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Jan Morgenstern

Senior Consultant
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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beauftragte Ramboll (gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Herbert Altrichter, Johannes Kepler Universität Linz) mit der Evaluation beider Förderphasen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“, um die Wirkungen des Förderwettbewerbs zu bewerten und die Programmumsetzung durch fortlaufende Bereitstellung von Erkenntnissen zu unterstützen. In der zweiten Förderphase wird der formative Charakter der Evaluation durch die Veröffentlichung von Zwischenergebnissen zu Schwerpunktthemen auf Basis der aktuellen Datenerhebungen als Jahresberichte gestärkt.

Fokus auf den Themen Anerkennung und Autonomie

Der zweite Jahresbericht 2022 fokussiert auf die Themen Anerkennung und Autonomie der Lehrkräftebildung. Denn die Lehrkräftebildung muss sich aufgrund der organisatorischen Versprengtheit mit Fachwissenschaften, Bildungswissenschaft und Fachdidaktiken damit auseinandersetzen, ihre Handlungsfähigkeit zu sichern. Und neben den hohen Koordinationsanforderungen der Lehrkräftebildung im Mehrebenensystem und der Sicherung eines evidenzbasierten, praxisnahen Studiums ist die Lehrkräftebildung gleichermaßen gefordert, sich im Wissenschaftssystem durch Forschungsstärke auszuzeichnen.  

Eine neue empirische Datengrundlage für den Jahresbericht bilden thematische Fallstudien, die im zweiten Halbjahr 2022 mit Projektvertretungen und Hochschulleitungen durchgeführt wurden. Sie ergänzen die breite Datenbasis etwa aus telefonischen Interviews mit allen Projekten sowie Daten aus dem Programm-Monitoring. Auf dieser Datenbasis wurden entlang der Ebenen des Mehrebenensystems sowie den Aufgaben von Hochschulen (Lehre, Forschung und Transfer) Handlungsansätze zur Stärkung der Anerkennung und Autonomie herausgearbeitet. Dabei kommen stützende Rahmenbedingungen etwa durch Hochschulgesetze und -verträge genauso in den Blick wie etwa Kooperationsformate mit Fakultäten oder Forschungspartnerschaften. Der Bericht schließt mit Hypothesen zu weiteren strukturellen Entwicklungen und Rahmenbedingungen der Lehrkräftebildung, die auch in der weiteren Evaluation Berücksichtigung finden werden. 

Den Jahresbericht 2022 können Sie hier herunterladen.

Den Jahresbericht 2021 zu Transfer- und Nachhaltigkeitsstrategien der geförderten Projekte finden Sie hier. Ein weiterer Jahresbericht für das Jahr 2023 ist geplant.